Ob die befristete Mehrwertsteuersenkung vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft abfedern kann, ist nicht ausgemacht. Sicher ist allein der Mehraufwand für Unternehmen, denn Systeme müssen umgestellt werden und es lauert der ein- oder andere Fallstrick für die Finanzbuchhaltung.

WANN WIRD WELCHER SATZ ANGEWENDET ? 

Für Steuersätze muss der richtige Zeitpunkt der Besteuerung berücksichtigt wird. Denn es ist nicht immer Fall, dass die Leistung gleichzeitig mit der Rechnung gestellt wird.

  • Zeitpunkt der Lieferung der Waren ist relevant
  • Wenn Ware nicht bewegt wird, ist der Zeitpunkt der Überschreibung der Verfügungsmacht relevant
  • Bei sonstigen Leistungen ist die Vollendung dieser relevant
  • Wenn unter Umständen eine Teilleistung vorliegt, die sich als solche abgrenzen lässt und zu der eine entsprechende Vereinbarung vorliegt

Hier lauern einige Fallstricke, die jedem Finanzbuchhalter eines Unternehmens einen Schrecken einjagt. Denn so können sich trotz der Mehrwertsteuerumstellung Rechnungen entstehen, die nicht umgestellt werden müssen.
Besonderer Stolperfallen können Dauerrechnungen oder auch Anzahlungen sein. Im Zweifel besprechen Sie Ihre Fälle am besten mit Ihrem Steuerberater.

AUF WELCHE STOLPERFALLEN MAN NOCH ACHTEN SOLLTE 

Achten Sie bei der Umstellung Ihres Systems darauf, ob neue Konten für die temporären Steuersätze angelegt werden müssen, oder im sechsmonatigen Übergangszeitraum bestehende Steuerkennzeichen nicht fälschlicher eingesetzt werden. Und vergessen Sie nicht, dass Eingangsrechnungen eine korrekt deklarierte Umsatzsteuer haben müssen.

Und worauf achten wir? Wir aktualisieren unsere Systeme für Sie und liefern Ihnen wichtige Informationen. Wenn Sie dennoch unsicher sind, sprechen Sie mit uns und kontaktieren Sie Ihren lexbizz-Partner oder auch Ihren Steuerberater, welche Änderungen genau für Ihr Unternehmen wichtig sind.