Amazon und Co. verändern Einkaufserlebnisse und das Konsumentenverhalten von Heute: Kunden sind komfortable Bezahlservices, Echtzeit-Tracking und flexible Retouren gewohnt, individualisierte Einkäufe sind selbstverständlich. Kaum eine Branche ist so im Wandel begriffen und umkämpft wie der Handel. Wie können stationäre Einzel- sowie Onlinehändler auf diese wachsende Dynamik und Komplexität erfolgreich reagieren? Das gelingt nur mit modernen Cloud-ERP-Systemen. Die wichtigsten Handelstrends und wie moderne ERP-Systeme diese umsetzen, hat lexbizz für Sie zusammengefasst.

HANDELSTREND 1: OMNICHANNEL-COMMERCE

Kunden kaufen sowohl stationär als auch online, Smartphones oder Tablets werden immer zentraler – also müssen Angebote über mehrere Kanäle laufen. Der wichtigste Trend ist daher der Omnichannel-Commerce. Hierbei sind Angebote und Vertriebskanäle zentralisiert und über Systemgrenzen hinweg nahtlos miteinander verzahnt. Kunden profitieren von einem noch besseren Nutzererlebnis, weil sie unterschiedslos und mit reibungsloser Experience zwischen den Kanälen springen können: Überall finden sich dann beispielsweise dieselben Preise, Aktionen und Angebote.

Der Omnichannel-Commerce ermöglicht neben einer starken Kundenorientierung zudem maximale Flexibilität für Händler. Entschließen sie sich Händler für diesen Vertriebsansatz, gibt es Optionen wie Online-Shops und integrierte Kassensysteme, mobile Verkaufsstellen, Online-Marktplätze oder Social-Media-Plattformen. All diese vielfältigen Vertriebs- und Servicekanäle müssen überblickt werden.

Moderne ERP-Systeme helfen, all diese Vertriebskanäle abzubilden, zu steuern und miteinander zu vernetzen. Sie sorgen als koordinierendes,  übergeordnetes System auch in Omnichannel-Szenarien dafür, dass Komplexität beherrschbar und die Übersichtlichkeit gewahrt bleibt.

  • Kennen Sie diese Omni-Channel-Szenarien?

  • Vor dem Ladenbesuch online informieren, dann im Laden kaufen

  • Im Laden kaufen und von dort aus nach Hause liefern lassen

  • Online reservieren/bestellen und dann im Geschäft abholen

  • Erst im Laden informieren, dann später online bestellen

  • Im Laden beim Onlineshop des betreffenden Händlers bestellen

  • Im Laden per Smartphone über Produkte informieren

  • Online kaufen und später im Laden retournieren

  • Im Laden bei einem anderen Onlinehändler bestellen

HANDELSTREND 2: INNOVATION VON GESCHÄFTSMODELLEN DANK NEUER TECHNOLOGIEN UND SCHNITTSTELLEN

Händler müssen ihren Kunden neue Produkte und Services bieten. Beratung via Chat, Lieferung bis an die Haustür oder Click-and-Collect: Der Trend geht in Richtung Kombination von stationären Geschäften und digital unterstütztem Verkauf. Zukünftig kommt der Kunde in den Laden, um bestellte Ware abzuholen (Click & Collect) und wird dort hochindividualisiert mit Cross- und Upselling-Möglichkeiten beraten. Auch Virtual und Augmented Reality werden zukünftig erschwinglicher und als Teil des Verkaufsprozesses akzeptierter sein. Vorreiterunternehmen aus der Softwarebranche explorieren daher in ihren Forschungsabteilungen schon seit längerem mit den kommerziellen Möglichkeiten von Hololens-Brillen, Drohnen und Sprachsteuerungen für Handelsunternehmen.

Diese Diversifikation und Integration neuer Services, Anwendungen und Technologien für den Kunden bedürfen einer umfassend vernetzten Unternehmenssoftware. Diese muss nicht nur alle Prozesse abbilden, sondern Anwendungen flexibel anbinden, ausweiten oder gar wieder abschalten können. Gerade die neuen Cloud-ERP-Systeme haben gegenüber älteren, monolithischen oder gar On-premise-Systemen den Vorteil, dass sie über eine offene, leicht veränderbare Systemarchitektur verfügen. Sogenannte APIs (Application Programming Interfaces) ermöglichen Software-Komponenten sowie Drittsysteme und -anwendungen problemlos einzubauen, auch mit spezialisierten Handelsfunktionen.

HANDELSTREND 3: INTILLIGENTE DATENANALYSE DANK DATENSCHUTZ IM ERP-SYSTEM

Zukunftsfähige Handelsunternehmen profitieren von einem umfangreichen Datenschatz, der über alle Prozesse und Kanäle hinweg aufgebaut wird. Nur wer einen hohen Vernetzungsgrad über alle Wertschöpfungsstufen erzielt und Konsumentendaten auswertet, der kann flexible Wertschöpfungsketten schaffen, die auf die veränderten Kundenbedürfnisse reagieren können. Hierfür müssen Händler ihre Daten strukturieren, zentralisieren und ich Echtzeit überblicken können.

Vernetzte ERP-Plattformen wie lexbizz digitalisieren die gesamte Wertschöpfungskette und ermöglichen einen Ende-zu-Ende-automatisierten Datenaustausch zwischen den Abteilungen. Egal, wie sich ein Kunde verhält, ob er einen Artikel im Ladengeschäft, im Online-Shop oder auf Marktplätzen wie Amazon oder Ebay kaufen will: Der Warenabgang wird genaustens registriert. Die Gefahr von Überbestellungen wird durch die Dokumentationen von Bestellungen in Echtzeit reduziert, denn jede Kundenbewegung wird mittels Daten im zentralen Bestand vermerkt. Neben einer passgenauen Abstimmung der Waren auf den Kunden können durch intelligente, datengestützte Wertschöpfungsketten zudem Lager- und Restpostenbestände reduziert werden. Zusätzlich können Dashboards, Charts und Reports aus allen Unternehmensbereichen wertvolle Informationen erzeugen, die Unternehmensentscheidungen unterfüttern und Optimierungspotenziale offenbaren.

Ein Smart Data Use Case fürs Lager:

„Kunden, die dieses Produkt kaufen, kaufen auch…“: Dieser Satz ist vielen aus dem Onlineshopping vertraut. Er zeigt sehr deutlich, wie die Online-Kundschaft inzwischen beim Shopping in der Auswahl von Produkten unterstützt wird. Der gewünschte Effekt lässt sich nur durch eine optimierte und vernetzte Lagerverwaltung erzielen, die nach den Kundenbedürfnissen ausgerichtet wird. ERP-Systeme helfen, entsprechende Erkenntnisse über das Kundenverhalten zu ziehen und das Lager entsprechend zu strukturieren. Zum Beispiel können “fast-mover” und “slow-mover” im Lager nebeneinander platziert werden: Denn sobald im Shop die Empfehlung „Kunden kauften auch diese Produkte“ automatisiert an Kunden geht, sollten diese Produkte aus Effizienzgründen auch im Lager nah beieinander lagern und schnell miteinander verendet werden können.

HANDELSTREND 4: AUTOMATISIERUNG DER LAGERVERWALTUNG UND LOGISTIK

Mit dem Trend hin zu einer zunehmenden Artikelvielfalt, vielfältigen Bestellmöglichkeiten und der flexiblen Rücknahme von Waren steigen die Anforderung an die Handelslogistik. Händler müssen in der Lage sein, ihre verschiedenen Lager und Bestände zu überblicken, diese effizient zu strukturieren und die Ware schnell und nachvollziehbar auszuliefern. Denn Kunden erwarten die Verfolgbarkeit ihrer Bestellungen in Echtzeit oder gar die Möglichkeit, Lieferorte individuell und kurzfristig zu verändern.

Auch hinsichtlich der Lieferantenbeziehungen ist eine optimale Lagerverwaltung mit Überblick, Ordnung und Struktur essenziell. Kleine ebenso wie mittelgroße Handelsunternehmen sind auf reibungslose Warenwirtschafts- und Distributionsketten über Abteilungs-, Lager- und Partnergrenzen angewiesen.

Diese miteinander korrespondierenden Prozesse können dank moderner ERP-Plattformen wie lexbizz transparent abgebildet, vernetzt und automatisiert werden. Fehler werden bis auf ein Minimum reduziert, egal ob beim Einkauf, der Auftragsabwicklung oder Bestandsverfolgung. Es gelingt zudem, detailliert Artikel- und Preisinformationen bis hin zu individuellen Kundenpreisen zu hinterlegen. Dem Trend zur Automatisierung und kundenspezifischen Individualisierung können Händler mit moderner ERP-Software wie lexbizz auch in der Lagerverwaltung und Logistik gerecht werden.

HANDELSTREND 5: VIELFÄLTIGE BEZAHLSYSTEME UND INTEGRIERTE AUFTRAGSVERWALTUNG IM OMNICHANNEL-BUSINESS

Egal ob im Ladengeschäft oder im Onlinehandel, ob klassische Verfahren wie Bargeld und Kartenzahlung oder neue Zahlungswege wie kontaktlose oder mobiles Instant Pay: Der Einzelhandel ist angewiesen auf effiziente, jederzeit verfügbare und für den Verbraucher akzeptable Zahlungswege. Auch hier geht der Trend hin zur Bezahlvielfalt. Wer also auf zahlreichen Online-Marktplätzen und in Webshops verkaufen will, braucht genauso einen schnellen Zahlungsabgleich wie beim Verkauf im stationären Ladengeschäft. Und eine Unternehmenssoftware, die unterschiedliche Bezahldienste einbindet und direkt in der Buchhaltung verbucht. Doch dies ist nur ein Teil der Herausforderungen für den Handel. Denn ist eine Ware an einem der vielen Touchpoints verkauft oder bestellt, müssen im Omnichannel alle Kanäle entsprechend synchronisiert werden.

Hier kommt die Stärke moderner ERP-Systeme zum Tragen, denn sie sind exakt darauf ausgelegt, in Omnichannel-Szenarien Auftragsprozesse kanalübergreifend zu integrieren und so die verschiedenen Vertriebskanäle digital miteinander zu vernetzen. Es ist also egal, ob eine Bestellung per Smartphone, Computer, Anruf oder über einen Vertriebsmitarbeiter beim Unternehmen eingeht. ERP-Systeme mit ganzheitlicher Auftragsverwaltung bündeln alle Informationen über Kunden, Aufträge oder Lagerbestände an einem zentralen Ort und für alle Beteiligten einsehbar – und zwar auch für Kunden, denen etwa beim Online-Einkauf automatisch die Verfügbarkeit von Artikeln angezeigt wird.

MODERNE ERP-SYSTEME – EIN MUSS FÜR DEN HANDEL 

Um all diese Trends der Handelsbranche zu meistern, sind moderne ERP-Systeme unumgänglich. Gerade cloudbasierte ERP-Systeme haben gegenüber klassischen Systemen den Vorteil, dass sie sich noch flexibler und besser erweitern lassen, auch mit spezialisierten Handelsfunktionen. Und anstatt nur Teilprozesse über isolierte Lösungen abzubilden (z.B. Stand-alone CRM-Lösungen), bieten vollintegrierte ERP-Plattformen den Vorteil, dass sie alle Geschäftsprozesse aus einem Guss, vernetzt, synchronisiert und automatisiert abwickeln. Eine Fähigkeit, die im Lichte des immer relevanter werdenden Omnichannels für die Zukunftssicherheit von Händlern essenziell ist. Moderne ERP-Plattformen wie lexbizz sind somit exakt auf heutige Bedingungen und Bedarfe von Handelsunternehmen ausgelegt, für schnellere Entwicklungen, sich wandelnde Trends und veränderte Kundenbedürfnisse.

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