Corona lässt das öffentliche Leben zum zweiten Mal in diesem Jahr stillstehen. Der bundesweite Lockdown trifft Unternehmen hart. Staatliche Überbrückungshilfen sollen kurzfristig helfen, die größten finanziellen Einbußen auszugleichen. Langfristig hilft nur, dem durch Corona katalysierten Strukturwandel in Richtung Digitalökonomie nachzukommen. Und die Digitalisierung in Angriff zu nehmen. Wir nennen die wichtigsten Gründe, warum Sie jetzt das Projekt Digitale Transformation starten sollten.

1.Neue Geschäftsmodelle und digitale Vertriebskanäle halten Geschäftsbeziehungen aufrecht

Wo der Vor-Ort-Verkauf stockt oder unmöglich wird, braucht es andere Vertriebskanäle und Services, um Kunden zu erreichen. Sei es Facebook-Shopping, Bestellannahmen via WhatsApp, ein neuer Online-Shop, Paketversand oder Click and Collect – durch neue, zumeist digitale Vertriebskanäle konnten Unternehmen während des ersten Lockdowns ihre Waren und Services weiterhin anbieten und Umsatzeinbußen abfedern. Auch gänzlich neue Geschäftsmodelle und Services ließen sich durch digitale Tools und Schnittstellen umsetzen, wie eine Studie belegt. So reagieren mittelständische Unternehmen verstärkt mit Innovationsbereitschaft auf die Corona-Krise: 27 Prozent der Unternehmen haben im Zuge der Krise Produkt-, Prozess- oder Geschäftsmodell-Innovationen eingeführt. Die Investition in die Digitalisierung Ihres Unternehmens trägt demnach langfristig zu Ihrem Geschäftsbestand bei.

2. Zwangspause durch Lockdown: Nutzen Sie freigesetzte Kapazitäten für Ihr Digitalisierungsprojekt

Kurz vor Weihnachten müssen Läden und Betriebe für Wochen schließen. Ob und wie der Wiedereinstieg nach dem Shutdown stattfindet, ist ungewiss. Bleiben Sie nicht tatenlos, sondern nutzen Sie diese „Zwangspause“ und die freigesetzten Kapazitäten, um lange geplante Veränderungen in Ihrem Unternehmen endlich anzustoßen oder umzusetzen. Welche Prozesse lassen sich vereinfachen? Welche neuen Geschäftsmodelle müssen Sie aufbauen? Holen Sie Angebote von interessanten Softwareherstellern ein und lassen sich über die richtige Lösung für Ihr Unternehmen beraten. Binden Sie außerdem Ihre Mitarbeiter ein, um gemeinsam mögliche Optimierungs- und Aufgabenfelder für die Zeit nach dem Lockdown zu sammeln und einen Aktionsplan zu entwickeln. So geben Sie Ihren Mitarbeitern positive Zukunftsaussichten und erhöhen die Motivation und Bindung in diesen unsicheren Zeiten.

3. Nach Corona: Auf die steigende Nachfrage vorbereitet sein und Einbußen nachholen

Wie nach dem ersten Lockdown wird das Konsumklima auch nach dieser Zwangspause wieder steigen. Seien Sie auf die steigende Nachfrage vorbereitet, indem Sie in Zeiten des Corona-bedingten Auftragsrückgangs Ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, unnötige Abläufe eliminieren und langfristig Kosten sparen. Digitale Lösungen wie etwa Cloud-ERP-Systeme lassen sich heutzutage kostengünstig und in nur wenigen Wochen implementieren. Sie helfen langfristig dabei, das Lager zu optimieren, zielgerichtete Kampagnen zu planen, Kundenkontakte zu verfolgen, Bestellungen über eine Vielzahl von Vertriebskanälen abzuwickeln. So schaffen Sie mit nur einer zentralen Lösung die Voraussetzung für Ihre Mitarbeiter, sich voll auf den wieder anlaufenden Betrieb zu konzentrieren, anstatt wertvolle Kapazitäten an ineffiziente Abläufe zu verschwenden.

4. Remote Work: Mitarbeiter können von zu Hause arbeiten

Die Kontaktbeschränkungen haben den Trend zum Home-Office beschleunigt. Seit Monaten arbeiten Belegschaften vermehrt von zu Hause statt in den Bürogebäuden. Die Fähigkeit, digital zusammenzuarbeiten und dezentral Zugriff auf Unternehmensdaten und -abläufe zu ermöglichen, war geschäftskritisch – und wird es auch in Zukunft bleiben. Unsere Wirtschaft und Gesellschaft werden auch im Jahr 2021 lernen müssen, mit Corona zu leben und zu arbeiten. Mit digitalen Unternehmenslösungen aus der Cloud schaffen Sie die Grundlage dafür, dass Ihre Mitarbeiter immer und überall Zugriff auf Ihre Unternehmensdaten haben. So können die wichtigsten Abläufe auch mit weiterhin geltenden Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten werden.

5. Staatliche Fördermöglichkeiten für Ihr Digitalisierungsprojekt nutzen

Nicht nur Überbrückungshilfen stellt der Staat für Unternehmen bereit. Er bezuschusst auch Investitionen in Digitalisierungsprojekte mit Fördermitteln. Im Rahmen der Initiative „Digital Jetzt“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie können mittelständische Unternehmen aus allen Branchen (inklusive Handwerksbetriebe und freie Berufe) mit 3 bis 499 Beschäftigten Investitionen in Soft- und Hardware sowie in die Mitarbeiterqualifizierung fördern lassen. Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen, bei Investitionen von Wertschöpfungsketten und/oder -netzwerken kann sie bis zu 100.000 Euro pro Unternehmen betragen. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begrenzen, gelten für alle bis zum 30.06.2021 eingehenden Anträge sogar höhere Förderquoten. Mehr zur BmWi-Initiative finden Sie hier.

6. Von Digital Champions lernen: Digitalisierte Unternehmen kamen besser durch die Krise

Die Digitalisierung erhöht die Krisensicherheit von Unternehmen: Das haben zahlreiche Erhebungen der letzten Monate ergeben – zuletzt eine Studie des bitkom: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gaben an, dass ihnen digitale Technologien helfen, die Pandemie zu bewältigen. Die Krise hat bewiesen: Die Investition in die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Vertriebskanäle und Services ist eine wichtige Säule widerstandsfähiger Unternehmensführung.

7. Schnelle und kostengünstiger Umstieg dank Cloud-Technologien

Für immer mehr mittelständische Unternehmen bildet Cloud-Computing ein wichtiger Baustein in der digitalen Roadmap. Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die kein Budget in eine eigene IT-Infrastruktur stecken wollen und sich den Aufwand und die Personalkosten für die Wartung der Software sparen möchten, profitieren von modernen Cloud-Lösungen, die den Schnelleinstieg in die Digitalisierung ermöglichen. Cloud-basierte ERP-Systeme lassen sich schnell in Betrieb nehmen – gerade Unternehmen, die bisher über kein ERP-System verfügen und wenige Daten übertragen müssen, profitieren von reibungslosen Migrationsprojekten. Kompetent begleitet von Implementierungspartnern ist der Wechsel in wenigen Wochen möglich. Unternehmen, die keine Anpassungen benötigen und auf die bewährten Standardprozesse in Systemen vertrauen, sind nach dem Einführungsprojekt noch schneller einsatzbereit.

8. Change-Management: Akzeptanz und Gewöhnung an digitale Tools boosten Systemwechsel

Das Thema Digitale Transformation löst in vielen Unternehmen Unsicherheiten aus – denn neue digitale Lösungen und Prozesse bedeuten immer auch Veränderungen im Arbeitsalltag von Mitarbeitern. Nicht zu unterschätzen ist daher der psychologische Faktor der Digitalisierung, der den Wechsel auf neue IT-Systeme zum Change Projekt macht. Die Corona-Pandemie wirkt in dieser Hinsicht jedoch wie ein Akzeptanz-Katalysator. Im privaten wie geschäftlichen Leben nahm der Einsatz digitaler Kommunikations- und Kollaborationstools zu. Viele Mitarbeiter mussten „über Nacht“ mit neuen Tools aus der Cloud arbeiten. Diese Omnipräsenz von Cloud-Lösungen und die Notwendigkeit, neue Arbeitsformen auszuleben und Tools einzusetzen, prägen einen „Change-Mindset“, das die Gewöhnung an eine neue Unternehmenslösung beschleunigen kann. Auch aus psychologischer Sicht ist für eine Digitalisierungsinitiative genau jetzt der richtige Zeitpunkt. Hier erhalten Sie dennoch wertvolle Tipps, wie Sie in Corona-Zeiten ein ERP-System einführen können.